Fichtenberg-Runde

Fichtenberg-Runde

Die von meiner Schwester gestrickten Socken an den warmen Füßen und mit Mütze und Handschuhen mache ich mich auf den Weg. Der Himmel ist von grauen Wolken verhangen. Es ist windig und kühl.

Ich laufe zum Fichtenberg, an die Stelle, wo Muttel und ich oft unsere gemeinsame Fichtenberg-Runde begannen. Hier und da reißt die Wolkendecke etwas auf, trotzdem wird es kaum heller.

Der Weg zum Berg ist menschenleer, der Spielplatz ohne Kinder. Nur ein paar Hunde tollen auf der Wiese. Ich nehme erstmalig bewusst wahr, dass ich mich im Ruth Andreas-Friedrich Park befinde.

Wie damals bewundere ich die alten Gebäude auf meinem Weg, der mich nicht nur durch Steglitzer, sondern auch meine eigene Geschichte führt.

Meine rechte Hand ist kalt. Ich schließe die Kamera-App und stecke das Smartphone in die Tasche. „Hach, Steglitz ist schön.“ hat Muttel oft gesagt – recht hat sie.

Wie gern würde ich jetzt eine Tasse Kaffee trinken und mich bei Ihr aufwärmen. Sie fehlt mir.

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