forumSTAR unplugged – musikalischer Widerstand

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forumSTARNa, das lässt ja hoffen – heute wurde ich auf dieses forumSTAR-Lied von Kay Schulz aufmerksam gemacht, das die Einführung der Fachanwendung behandelt.

Die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz hat beschlossen, die Anwendung auch in Berlin einzuführen.

Ich bin gespannt, ob mir nach der Einführung in meiner Dienststelle auch nach „musikalischem Widerstand“ ist.

Kategorie Technik
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Hallo, ich bin Sven - gebürtiger Berliner, Vater und Nerd. Ich mag das Internet und die Möglichkeiten, die es bietet, Blogs, Podcasts und freue mich auf eure Rückmeldungen. Du findest mich auch auf Twitter.

5 Kommentare

  1. Der erste Schritt bei der Einführung von forumSTAR ist das Ersetzen der von mir persönlich entwickelten Insolvenzsoftware KIKO, die ich als damaliger Justizmitarbeiter zusammen mit engagierten Richtern und Rechtspflegern im Jahre 1999 an den Start gebracht habe. Diese, meine Software wurde bis heute erfolgreich betrieben, jedoch nie fortentwickelt. Wir hatten dem Berliner Justizsenator noch in diesem Jahr angeboten, diese doch sehr angejahrte (wenn auch funktionierende) Software durch ein modernes System (INVEP) zu ersetzen. Das war jedoch nicht gewollt. Statt dessen wird nun forumSTAR eingeführt. Nicht nur dass forumSTAR erheblich teurer ist als unsere Software, es hat auch einen deutlich kleineren Leistungsumfang (was den Justizfachbereich Insolvenz betrifft) als unser System (das kann ich gut beurteilen). Tatsächlich hat forumSTAR sogar einen kleineren Funktionsumfang als das System, das abgelöst werden soll. Es wird also für extrem viel Geld ein gutes (wenn auch altes) System durch ein schlechteres neues System ersetzt. Dass Berlin mal eine Vorreiterrolle einnimmt und mit dem Einsatz eines modernen Systems nicht nur Kosten spart sondern auch die Nerven der Mitarbeiter, ist halt nicht politischer Wille. Statt dessen wird eine Software eingeführt, an der schon seit bald 10 Jahren mehr oder weniger erfolglos rumgedoktort wird und die schon in diversen deutschen Gerichten für einen quasi Stillstand der Rechtspflege gesorgt hat (z.B. Leipzig)

  2. Nun haben wir fast das Jahr 2017 erreicht. Und Dein Lied ist immer noch aktuell. Ich arbeite in der IT in Sachsen und höre mir das Lied immer wieder – aus gegebenen Anlass – gern mal an.

  3. Ich kann auch im Jahre 2018 aus dem Süden berichten, dass uns dieses Top-Programm jeden Tag aufs neue Freude bereitet mit immer neuen, noch schlechter funktionierenden Änderungen und regelmäßigen Abstürzen, besonders gerne während einer Verhandlung. Dass mit diesem Programm in Zukunft dann auch noch in der „E-Akte“ gearbeitet werden soll, lässt allseits Freude aufkommen. Da kann man zur Beruhigung nur dieses nette Liedchen hören 😉

    Grüße aus Stuttgart

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