Privatsphäre im Netz

HIDE IO

HIDE.IO

Ich wurde vor kurzem durch die Folge MM105, Featuritis Ante Portas von mobileMacs auf einen Dienst aufmerksam, der es einem ermöglicht, seine Privatsphäre im Internet zu wahren – die Rede ist von HIDE.IO.

Clemens attestiert dem Anbieter für VPN-Accounts technisch gute Funktionalität – mein Interesse war geweckt und ich beschloss, den Provider auszuprobieren.

Die Anmeldung

Gestern war es dann soweit – ich rief die Webseite des Anbieters OneHop Network Solutions Ltd. mit Sitz in Hongkong auf, um mich für einen kostenlosen Account zu registrieren.

Das war das erste Mal, dass ich positiv überrascht war. Man muss nur s/eine E-Mail-Adresse angeben – es werden keine weiteren Daten erhoben.

Privatsphäre

Es ist jedem selbst überlassen, ob er sein eigenes E-Mail-Postfach nutzt, oder sich für die Anmeldung ein neues zulegt. Warum, das eine Option ist?

Nun, wenn es, wie in meinem Fall, das Ziel des Nutzers ist, möglichst anonym und ohne Spuren im Internet zu hinterlassen, unterwegs zu sein, dann kann man an diesem Punkt bereits damit beginnen, seine Privatsphäre zu schützen.

Datenschutz

In den häufig gestellten Fragen verweist die Firma auf Ihre AGB und Datenschutzbestimmungen, in denen ausgeführt wird, dass nur die bei der Anmeldung erhobenen Daten (E-Mail-Adresse) gespeichert werden.

Soll diese, aus welchem Grund auch immer, an Dritte herausgegeben werden, handelt HIDE.IO nur aufgrund richterlicher Anordnung in Honkong.

Selbst wenn der Fall eintritt und deine Daten aufgrund eines gerichtlichen Beschlusses herausgegeben werden müssen, kann nur eine E-Mail-Adresse mitgeteilt werden.

HIDE.IO Privacy

Bezahlung

Entscheidet man sich dazu, statt des Pakets Free eines der kostenpflichtigen Pakete Plus oder Premium zu kaufen, braucht man sich ebenfalls keine Gedanken um seine Daten zu machen.

Der Anbieter speichert keine Details zu den Zahlungen. Es ist möglich, sich zum Beispiel bei Wertkartenverkauf eine paysafecard zu kaufen und diese mit giropay zu bezahlen.

Geht man so vor, erhält man eine PIN von paysafecard, die man während des Bestellvorganges angeben und so das gewünschte Paket bezahlen kann.

Erfahrungen

Ich nutze derzeit das Paket Free, bei dem man die Auswahl zwischen zwei Servern hat. Eine der Maschinen steht in den Niederlanden und die andere in Rumänien.

Während man sich durch eine der vielen Anleitung zur Einrichtung auf verschiedenen Geräten und Betriebssystemen klickt, wird einem der neue niederländische Standort empfohlen.

Dieser wird mit geringer Auslastung, niedrigen Pingzeiten und Top Geschwindigkeit angepriesen. In der Tat kann ich bestätigen, dass mir beim Surfen, Mailen oder anderen Aktivitäten im Netz keine fühlbare Verzögerung auffiel.

Aluhüte

Natürlich muss man dem Anbieter seines geringsten Misstrauens in gewissem Maße vertrauen. Es ist klar, dass man sich nicht gewiss sein kann, ob nicht doch über die E-Mail-Adresse hinaus Daten gespeichert werden.

Will man absolut sicher sein, dass dies nicht geschieht, hat man, wie Clemens richtig sagte, nur eine Möglichkeit – man muss sich sein eigenes VPN in Honkong, Rumänien oder den Niederlanden bauen. Wer will/kann das schon?

Fazit

Ich kann sagen, dass ich es zu keinem Zeitpunkt von der Anmeldung über die Einrichtung des VPNs bis zu dessen letztendlicher Nutzung bereut habe, mich angemeldet zu haben.

Die diversen Anbieter im Netz, mittels derer man sich seine eigene IP-Adresse anzeigen lassen kann, verorten mich jetzt in Nijmegen in Holland und ich fühle mich wieder ein wenig freier, unbeobachteter und nicht zuletzt sicherer im Netz.

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